Die Pferde

Ritter waren die besten Reiter ihres Millenniums und nicht zuletzt deshalb ritten sie die besten und teuersten Pferde. Obwohl diese in ihrer Zeit für ihre Stärke und auch Größe bekannt waren, sollte man sie nicht mit den zwar riesigen, aber auch vergleichsweise plumpen Zugpferden verwechseln. Tatsächlich waren sie im Vergleich dazu relativ klein, aber gleichzeitig unglaublich stark und hoch intelligent. Wunderbare, sorgfältig gezüchtete Tiere, die für die hohe Dressur das Beste darstellten, was man für Geld kaufen konnte. Sie waren überragend in ihrer Versammlung, ihrer Endgeschwindigkeit, ihrer Beschleunigung und in ihrer Agilität.

Die im Turnier von Sankt Wendel zu sehenden Pferde sind sorgfältig ausgewählte Tiere der ältesten und am besten einzuschätzenden Rassen. Darüber hinaus sind alle Pferde auf das höchste Niveau der „haute école“ ausgebildet, was sicher stellt, dass ihr Auftritt die wunderbaren und mutigen Kriegs- und Turnierpferde des Mittelalters und der Renaissance ehren wird.

Die Pferde tragen sorgfältig rekonstruierte historische Sättel, Zaumzeuge und caparisons, was unseren modernen Rittern erlaubt, diese wie alte Kriegs- und Turnierhengste zu reiten.

Hugo

Das große Turnier in Sankt Wendel - HugoObwohl er kein absolut reinblütiger Knabstrupper ist, deuten die verräterischen Flecken auf der Kruppe des edlen Tieres auf königliche Abstammung hin.

Geritten und trainiert wird Hugo von Per Estein Prøis-Røhjell. Besonders im Melée dürfte dieses Pferd eine Macht sein. Bestens ausgebildet im „terre a terre“ und „mezair“ kann Hugo auf einer Münze drehen und nach Wunsch des Reiters ohne Ansatz in den Sprung übergehen.

Eisige Temperaturen oder steiniges Gelände machen ihm gar nichts aus. Dabei ist Hugo zuverlässig, stark und besitzt ein großes Kämpferherz.

Lux

Das große Turnier in Sankt Wendel - LuxLux (Maestoso Albania) ist ein neun Jahre alter Lippizanerwallach. Er begann seine Wettkampfkarriere als Wagenpferd in Belgien, um dann im Alter von sechs Jahren nach Norwegen verkauft zu werden, wo ihn Petter Jellingsen vor 18 Monaten erwarb.

Seinen ersten Auftritt als Tjostpferd gab er bei einem TV-Shot im letzten Jahr. Derzeit befindet er sich im Training bei Petter, der ihn zu seinem bevorzugten Kriegspferd gemacht hat.

Maximilian

Das große Turnier in Sankt Wendel - MaximilianMaximilian ist ein andalusischer Wallach.

Mit einem Alter von sechs Jahren gehört er zu den jungen und weniger erfahrenen Tieren. Allerdings hat er schon bewiesen, dass er ein mutiges und zuverlässiges Pferd ist, groß, schlank und graziös.

Einige unter den vielfältigen und schwierigen Übungen im Ausbildungsprogramm zum Turnierpferd stellen für ihn noch eine große Anforderung dar. Im Laufe der letzten trainingsreichen Monate hat er enorm an Muskelmasse zugelegt.

Maximilian trainiert täglich sehr hart, um die notwendigen Fähigkeiten und speziellen Kenntnisse rechtzeitig zu verinnerlichen, und so seinen ehrenvollen Platz beim Großen Turnier in Sankt Wendel 2012 zu finden.

Olymp

Das große Turnier in Sankt Wendel - OlympOlymp aus „Der schützenden Hand“ ist ein Deckhengst aus dem Stall des größten Knabstrupperzüchters der Welt: „Der schützenden Hand“ von Heinz Hackmann.

Knabstrupper sind die Pferde der dänischen Könige. Das ausgesprochen talentierte Tier wurde an der Fürstlichen Hofreitschule durch Wolfgang Krischke ausgebildet.

Innerhalb eines einzigen Jahres erreichte dieses Pferd ein Leistungsniveau, das weltweit nur bei einigen wenigen weiteren Hengsten zu finden ist, die ebenfalls einen Mezair rückwärts beherrschen. Dieses tapfere und mutige Pferd zeigt ein besonderes Talent für die Hohe Schule des Galopps und nicht zuletzt dadurch eine herausragende Eignung zum  Kampf- und zum Turniergebrauch.

Raisulih el Hadi

Das große Turnier in Sankt Wendel - Raisulih el HadiDer Berberhengst des Turniermeisters Wolfgang Krischke wurde 1992 als erstes Berberfohlen in Deutschland geboren. Die Eltern hatte Wolfgang eigens aus Algerien importiert. Die Rasse selbst ist über 4000 Jahre alt und gilt als der Ursprung aller Kriegs- und später Reitkunstpferderassen Mitteleuropas.

Vierjährig kam Raisulih in die Ausbildung bei Wolfgang und erlernte nach und nach die gesamte Hohe Schule der barocken Reitkunst und viele andere Tricks und Lektionen, wie zum Beispiel, sich aus dem Galopp auf Kommando hinzuwerfen (wurde für einen Filmstunt gebraucht). 2003 wurde Raisulih vom Weltberberverband zum Weltchampion seiner Rasse gekürt, er ist gekört, leistungsgeprüft und Vater von etwa 20 reinen Berbern aus ausgesuchten Berberstuten.

Mit seiner Zuverlässigkeit und Nervenstärke, seiner Verständigkeit und Kraft und seiner besonderen Rittigkeit (er ist eines von weltweit 5 Pferden, die rückwärts galoppieren können) ist er der Inbegriff eines Königspferdes.

Torrero

Das große Turnier in Sankt Wendel - TorreroTorrero ist ein fünf Jahre alter andalusischer Hengst, der für das Rejoneo, für den Stierkampf zu Pferde bestimmt war.

Dann erlitt Torrero aber einen Unfall und Alex van Zijl eröffnete sich die Möglichkeit ihn zu kaufen.

So kam dieses schöne Tier letztendlich nach Holland und konnte dort seine neue Karriere als Pferd für den ritterlichen Kampf mit Lanzen, den Tjost, beginnen.

Zogo

Das große Turnier in Sankt Wendel - ZogoJoram van Essen reitet Zogo, einen Murgesen-Hengst. Die Murgeser waren als Falknerpferde bekannt und bildeten die Ausgangsbasis für die berühmten, heute ausgestorbenen Neapolitaner, die Pferde der italienischen Ritter.

Zogo ist ein ausgesprochen kräftiges Pferd, das ebenso wie sein Reiter Kraft und Mut ausstrahlt. Selbst gänzlich furchtlos, pflanzt es, seinem Reiter gleich, Respekt in die Herzen der gegnerischen Pferde.

Als sogenannter „Mohrenkopf“ repräsentiert Zogo eine sehr seltene Farbkombination. Die blaugraue Grundfärbung macht Zogo, zusammen mit dem schwarzen Kopf, den schwarzen Beinen und dem schwarzen Schweif zu einer eindrucksvollen Erscheinung auf jedem Turnier- und Kampfplatz.

(Änderungen vorbehalten)