Die Ritter

Die ritterlichen Akteure sind allesamt hervorragende und hochtrainierte Reiter und Kämpfer, die darüber hinaus einen ausgeprägten fachspezifischen Hintergrund haben. So ist z.B. einer der profiliertesten Teilnehmer auch in seinem zivilen Beruf mit der Materie befasst. Er ist promovierter, international anerkannter Waffenhistoriker mit Forschungsschwerpunkt auf dem gotischen und renaissancezeitlichen Turnierwesen sowie auf Rüstungen und Waffen entsprechender Zeitstellung.

Turniermeister Wolfgang Krischke

Das große Turnier in Sankt Wendel - Turniermeister Wolfgang KrischkeDer Hofreitmeister der Fürstlichen Hofreitschule hat in seinem über 40-jährigen Reiterleben in vielen Sätteln gesessen und sich von vielen Reitweisen und Pferderassen inspirieren lassen, bis er sich ab 1990 ganz der Recherche der historischen Reiterei und der Kriegs- und Reitkunstpferderassen gewidmet hat. Mit seiner Frau Christin ist es ihm gelungen, die Reitkunst von Mittelalter, Renaissance und Barockzeit so aufzubereiten, dass sie heute an der Hofreitschule Mensch und Pferd vermittelt werden kann.

Es ist Wolfgang zu verdanken, dass heute Lektionen wie Terre-a-terre, Passaden und Sarabanden gezeigt und gelehrt werden können und mit zahllosen Vorurteilen und Trugschlüssen, die Reiterei und Pferde der Historie betreffend, aufgeräumt werden kann. Als Turniermeister wird er die Einhaltung aller Regeln, insbesondere des gerechten Umgangs mit den Pferden, überwachen und die ritterlichen Wettkämpfe als Schiedsrichter begleiten. Hierfür wird er sein bestes und bewährtes Pferd, den Berberhengst Raisulih al Hadi, mit nach St. Wendel bringen.

Luke Binks

Das große Turnier in Sankt Wendel - Luke BinksDer in Australien geborene und dort auch aufgewachsene Luke Binks fühlt in sich eine lebenslange Affinität zu Rittern und eine ausgeprägte Passion für das Mittelalter an sich. Da Luke mehr darüber lernen wollte, als er alleine durch die Lektüre einschlägiger Literatur erfahren konnte, begann er 2002 Harnische anzufertigen, historische Kampfkünste und das Reiten zu erlernen.

Im darauf folgenden Jahr bestritt er seinen ersten Tjost. Seitdem hat er auf dem ganzen Globus in zehn unterschiedlichen Ländern Turniere bestritten, immer auf der Suche nach gleichgesinnten Leuten und dem ultimativen Lanzengang.

Dr. Tobias Capwell

Das große Turnier in Sankt Wendel - Dr. Tobias CapwellDr. Tobias Capwell ist ein international anerkannter Experte für mittelalterliche und renaissancezeitliche Bewaffnung. Seit nunmehr fast 20 Jahren reitet und tjostet er auf internationalen Veranstaltungen in den USA, Großbritannien, Schweiz, Dänemark und Australien. Aus den USA stammend, lebt Toby seit 1996 in Großbritannien, wo er praktisch uneingeschränkt seiner größten Passion, der ritterlichen Reit- und Kampfkultur fröhnen kann, und das sowohl in den Bibliotheken als auch auf dem Rücken edler Pferde.

Wenn er nicht gerade als „Fahrender Ritter“ die Welt bereist, ist er Kurator für historische Waffen in der „Wallace Collection” in London, deren mittelalterliche und renaissancezeitlichen Bestände zu den besten der Welt zählen.

Toby ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel zu faszinierenden historischen Themen, die sich u. a. mit Rittertum, Harnischen, Waffen- und Reitkunst beschäftigen. Regelmäßig erscheint er auch als Interviewgast und Fachmann in dokumentarischen TV-Produktionen.

Petter Ellingsen

Das große Turnier in Sankt Wendel - Petter EllingsenPetter Ellingsen stammt aus Norwegen und ist 37 Jahre alt. Zusammen mit seiner Freundin und drei Kindern lebt er auf einer kleinen Farm außerhalb von Oslo.

Er hat sein eigenes Unternehmen, „Ridderhest“, das sich auf den Einsatz von Pferden in Film, Fernsehen und auf Veranstaltungen spezialisiert hat. Weil er tjosten wollte, begann Petter im Alter von 24 Jahren mit der Reiterei. Seit 2002 nimmt er an internationalen Wettbewerben teil.

Bislang hat er weltweit in elf unterschiedlichen Ländern sowohl mit Balsa- (üblicher), als auch Massivlanzen getjostet.

Joram van Essen

Das große Turnier in Sankt Wendel - Joram van EssenDer in Neuseeland geborene Joram van Essen, ein Lehrer und Hobbyhistoriker, interessiert sich zeit seines Lebens für historische Kriegskunst zu Pferde. 1999 zog er in die Niederlande, wo er als Gründungsmitglied die „stichting historisch educatief initiatief“ (Initiative zur Erforschung des historischen Fechtens) mit aus der Taufe hob. Als passionierter und begeisterter Tjoster hat er weltweit an internationalen Turnieren teilgenommen. In Leeds, Großbritannien, konnte er 2003 die Einzel- und 2003 und 2005 die Teamweltmeisterschaft gewinnen.

Jorams Philosophie wird durch die Überzeugung geprägt, dass der Tjost eine Kunst ist, die intensives Traning, Hingabe und innige Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter erfordert.

Jason Kingsley

Das große Turnier in Sankt Wendel - Jason KingsleyJason reitet seit seinem neunten Lebensjahr. Im Springreiten beteiligte er sich an internationalen Wettbewerben. Als Mitglied der Universität Oxford war er Teil der britischen Studentenequipe. Danach verlegte er sich für fünf Jahre auf das Polospiel, um dann seine Passion für Schwerter und das Tjosten zu entdecken.

Er ging sogar soweit, dass er in der Nähe von Oxford ein Gestüt gründete, das sich die Zucht von Kriegspferden zur Aufgabe macht. In seinem zivilen Leben ist er der Besitzer von „Rebellion Group“, eine Gruppe von Firmen, die sich auf die Herstellung von Computerspielen verlegt haben. Daneben produziert und veröffentlicht er Comics und Bücher.

Arne Koets

Das große Turnier in Sankt Wendel - Arne KoetsArne Koets interessiert sich seit er denken kann für Militärgeschichte. Im zarten Alter von 16 Jahren  begann er mit historischem Schwertkampf und gehörte  im Jahre 2000 zu den Gründungsmitgliedern der „stichting historisch educatief initiatief“ (Initiative zur Erforschung des historischen Fechtens), einer Vereinigung, die sich Bildung/Ausbildung durch „Living history“, durch „gelebte Geschichte“, zur Aufgabe gemacht hat.

2001 begann er mit der Reiterei und nahm 2002 zum ersten Mal an einem Tjost teil. Schon 2003 und auch 2005 gewann er mit dem „burgundischen Team“ das prestigeträchtige „Sword of Honour“-Turnier. 2004 wurde er zum „Vollzeit-Tjoster“ und ab 2006 arbeitete er in dieser Funktion und als Präsentator historischer  militärischer Reitkunst in den  Royal Armouries in Leeds. 2007 gewann er die „Queens golden jubilee trophy”. 2009 zog es ihn in seine Heimat Holland zurück, wo er bis 2011 im Königlich Niederländischen Armeemuseum als Projektmanager tätig war.  Auch hier setzte er seine  Arbeit als Turnierreiter, Schwertkämpfer und Kampfchoreograph fort. 2011 stand wieder ein Umzug an. Dieses Mal nach Deutschland, um an der Fürstlichen Hofreitschule in Bückeburg seine neue Stelle als Kurator für die Periode des Barock und als Mitglied des Reiterteams anzutreten. Mittlerweile ist Arne Koets auf mehr als 1500 reiterlichen Veranstaltungen aufgetreten und das in einem Dutzend Länder auf drei Kontinenten.

Ivar Mauritz-Hansen

Das große Turnier in Sankt Wendel - Ivar Mauritz-HansenIvar Mauritz-Hansen steht für Adrenalin im Kampf, für großes Können beim Reiten und Waffengebrauch und für besonderes Wohlwollen der Damen.
Im Alter von neun Jahren begann er mit olympischem Fechten und wechselte später dann zu den größeren „Sportgeräten“, die vom Schwert, über die Lanze bis hin zur Streitaxt reichen.

Ivar hat auf zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben in Skandinavien sowohl zu Fuß als auch als ritterlicher Kämpfer auf seinem Pferd eilgenommen. Seine einschlägige Karriere reicht bis in das Jahr 2006 zurück. 2008 brach er auf einem Tjost seine erste Lanze, der noch viele folgen sollten.

Per Estein Prøis-Røhjell

Das große Turnier in Sankt Wendel - Per Estein Prøis-RøhjellZusammen mit seiner Frau leitet Per eine Reitschule in Norwegen. Ihr Appetit auf die Geschichte des berittenen Kampfes führte sie in die unterschiedlichsten Winkel der Erde. Erwies sich dabei manche Anstrengung auch als Irrweg, so hat Per inzwischen seinen Weg gefunden. Sein Ziel ist der gut gerüstete, ausgebildete und ebenso gut berittene möglichst realistische Ritter.

Profitiert hat er von verschiedenen Strömungen - so ritt er in der fürstlichen Hofreitschule Bückeburg, trainierte mit Arthur Kottas Heldenberg von der Spanischen Reitschule in Wien und übt regelmäßig mit David Oliveira, einem portugiesischen Stierkämpfer und Weltmeister in „Working Equitation“. Er ist der Überzeugung, dass dieser Mix ihm erst einen maximal tiefen, vielseitigen Einblick in die Welt des Reitens ermöglicht und ihn (hoffentlich) zu einem gefährlichen Gegner auf der Tjostbahn und auf dem Meléeplatz macht.

Dominic Sewell

Das große Turnier in Sankt Wendel - Dominic SewellNach dem Aufbau von „Destrier“ im Jahr 1996 boten Mike Loads und Toby Capwell Dominic die Gelegenheit, 2000 mit dem Tjosten zu beginnen. 2001 wurde er eingeladen, ein eigenes Destrierteam aufzubauen, welches er fünf Jahre führte und dem er gleichzeitig als „chairman“ vorstand. Auch danach trainierte er seine eigenen Pferde für entsprechende Veranstaltungen. Für seine Verdienste und Leistungen wurde er zum Mitglied des „Order of the Crescent“ berufen.

Er freut sich sehr darauf, seine alten Streitgefährten wieder zu treffen und zusammen mit ihnen den besten Tjost der Welt präsentieren zu können.

Graham Turner

Das große Turnier in Sankt Wendel - Graham TurnerGraham Turner, der „Tjostkünstler“, ist bekannt für seine Gemälde, die unsere mittelalterliche Vergangenheit darstellen. Seine Bilder finden sich in verschiedenen Geschichtsbüchern und zieren weltweit die Wände von Historikern und Sammlern.

2004 bestritt er mit „Destrier“, Europas führender mittelalterlicher Reiterdarstellung, seinen ersten Tjost.  Seitdem hat er an vielen nahmhaften und bedeutenden Turnieren teilgenommen; u. a. im Tower von London und an dem zwei Wochen dauernden Turnier am Bernischen Historischen Museum 2006. 2010 gewann er die prestigeträchtige „Queen’s Golden Jubilee Trophy“ in den Royal Armouries in Leeds.

Alex van Zijl

Das große Turnier in Sankt Wendel - Alex van ZijlDie reiterliche Karriere Alex van Zijls begann 1985. Zuerst beschäftigte sich Alex mit der klassischen Dressur und dem sportlichen Springreiten um dann festzustellen, dass das Tjosten bei weitem spannender und fordernder war.

Nachdem 2004 noch der Schwertkampf hinzu kam, war Alex ab 2005 auch auf mittelalterlichen Veranstaltungen zu sehen. Alex besitzt und führt eine tierärztlichen Praxis und hat - nicht zuletzt durch dieses berufliche Umfeld - viel Zeit, um geeignete Pferde für das Tjosten zu trainieren.

Andreas Wenzel

Das große Turnier in Sankt Wendel - Andreas WenzelDie Erfahrungswelt des mittelalterlichen Kriegers neu zu erleben, ist ein Ziel, das Andreas seit mehr als zehn Jahren verfolgt. Aus diesem Antrieb heraus studierte er den Säbel in Deutschlands zweitältestem Fechtclub, lernte und lehrte die Kunst des Schwertfechtens in allen Zeitabschnitten des Mittelalters, begann Pferde zu reiten und trainierte mit Äxten, Hämmern, Glefen und Breschenmessern.

Nach seinem Umzug aus dem unterfränkischen Aschaffenburg nach England wurde Andreas Mitglied von „Destrier“, Europas führender mittelalterlicher Reiterdarstellung, tjostete mit Vollholzlanzen und kommandierte eine Kavallerieeinheit auf Europas größtem Schlacht-Reenactment in Hastings 2006.

Andreas nimmt weltweit an zahlreichen Turnieren und Wettkämpfen teil. Zu seinen wichtigsten Erfolgen gehören der Einzelsieg beim renommierten Tournament of the Phoenix 2010 in San Diego/USA sowie der Mannschaftssieg beim Tournois du Lys d'Argent 2011 in Montreal/Kanada.

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