Zu Ehren des Kaisers!
Das große Turnier von Sankt Wendel

Vielfältiger Programmablauf

Mit den ritterlichen Akteuren wurde der komplette Ablauf festgelegt, der für alle drei Veranstaltungstage gilt:

11:00 Einlass Publikum
11:30 Musikgruppe Unis Cornus
12:30 Ritterliche Jagd mit Falken, Speer und Bogen
13:00 Musikgruppe Nornensanc
13:30 Wappen-Schau
14:00 Vorführung mittelalterliche Artillerie-Geschütze
14:30 Waffen-Schau
15:00 Musikgruppe Unis Cornus
15:30 Schwertkampf-Vorführung
16:00 Tjost-Wettbewerb (Lanzenstechen Mannn gegen Mann zu Pferde)
17:00 Fahnenschwenken
17:30 Schwertkampf-Vorführung
18:00 Melée-Wettbewerb (Massenkampf zweier gegenerischer Rittergruppen zu Pferde)
19:00 Musikgruppe Nornensanc
19:30 Ende der Veranstaltung
(Die angegebenen Zeiten können sich wegen Wechsel der Aufbauten, der Pferde und dem Anlegen von Ausrüstung um einige Minuten verschieben. Änderungen sind aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse vorbehalten.)

Das Donnern der Hufe, das krachende Brechen der Lanzen und der schneidende Klang von auf Rüstungen treffenden Schwertern… alles Zeichen und Signale aus einer vergangenen Ära, der Zeit Kaiser Maximilians I. - des „Weiß Kunig“.

Das große Turnier in Sankt Wendel - Kaiser Maximilian I.Anlässlich der 500-jährigen Wiederkehr des Besuchs Kaiser Maximilians I. richtet die Stadt St. Wendel ein großes authentisches ritterliches Turnier aus. Dafür wurden die besten Wettkämpfer der Welt zu einem seit Jahrhunderten in dieser Qualität nicht mehr durchgeführten spektakulären Wettstreit auf höchstem sportlichem Niveau eingeladen. Diese kommen von drei Kontinenten aus sieben verschiedenen Ländern und treffen in ihrer Gesamtheit in St. Wendel zum ersten Mal aufeinander, um sich in einem Wettbewerb der Stärke, Ehre und reiterlichen Meisterschaft zu messen und den weltbesten ritterlichen Turnierkämpfer unserer Zeit zu bestimmen.

Das große Turnier in Sankt WendelIm Gegensatz zu heute üblichen „Spektakeln“, besser Stuntshows, wird es bei den Kämpfen wie in alter Zeit zwar Regeln, aber keine abgesprochene bzw. eingeübte Choreographie geben. Gewinnen wird tatsächlich der Beste!

Gekämpft wird mit authentischen scharfen Waffen, in bester Ausrüstung und auf edelsten Pferden, die zu großen Teilen unter der Anleitung der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg ausgebildet wurden. Diese bereits jahrelang auf  das höchste Niveau der „haute école dressage“ ausgebildeten Tiere werden schon seit geraumer Zeit speziell auf ihre große Stunde hin trainiert, um so den Kriegs- und Turnierpferden des Mittelalters und der Renaissance zur Ehre zu gereichen.

Die ritterlichen Akteure sind allesamt hervorragende und hochtrainierte Reiter und Kämpfer, die darüber hinaus einen ausgeprägten fachspezifischen Hintergrund haben. So ist z.B. einer der profiliertesten Teilnehmer auch in seinem zivilen Beruf mit der Materie befasst. Er ist promovierter international anerkannter Waffenhistoriker mit Forschungsschwerpunkt auf dem gotischen und renaissancezeitlichen Turnierwesen sowie auf Rüstungen und Waffen entsprechender Zeitstellung.

Das Turnier wird an drei aufeinander folgenden Tagen (Freitag, 31. August – Sonntag, 02. September 2012) stattfinden und setzt sich jeweils aus drei Hauptelementen zusammen:

Die Jagd

Das große Turnier in Sankt Wendel - Die JagdDie berittene adlige Jagdpartie zeigt ihre Fähigkeiten beim Jagen zu Pferde. Präsentiert wird die Falkenjagd zu Pferde, wie sie von den Edlen jener Zeit betrieben worden ist.

Ebenfalls beim Adel beliebt war die Jagd mit Hunden und das Erlegen des Wildes mit dem Speer. Auch wenn der militärische Gebrauch von Pfeil und Bogen bei den hiesigen  ritterlichen Kämpfern nicht sonderlich verbreitet war, so wurden diese doch gerne bei der Jagd zu Pferde eingesetzt.

Auch diese besonderen reiterlichen und ritterlichen Künste werden in eindrucksvoller Aktion demonstriert.

Der Tjost

Das große Turnier in Sankt Wendel - Der TjostGezeigt wird die absolut authentische und extrem schwierige Form des Reiterkampfes mit Lanzen, der in dieser Weise nur selten und in der hier zu erwartenden Qualität praktisch nie demonstriert wird. Bemerkenswert ist auch die Zahl der hochkarätigen Wettbewerber, die wohl bei zehn (!) liegen wird. In dieser Zahl und in der anvisierten qualitativen Zusammensetzung gab es in jüngerer Vergangenheit weder in Übersee noch in Europa je eine öffentliche Veranstaltung.

Die Ritter werden in vollem Plattenharnisch mit echten ungeschwächten massiven Hochleistungslanzen, fast vier Meter lang und mit stählerner Spitze versehen, gegeneinander anreiten und um Leistungspunkte kämpfen, die nach einem festgelegten, durch Herolde bzw. Kommentatoren den Zuschauern natürlich erläutertem Wertungssystem vergeben werden. Diese Form des Turniers, der Tjost war über viele Jahre der riskante Hochleistungssport der adligen Elite, engagiert praktiziert auch von Kaisern, Königen und Prinzen.

Das Melée

Das große Turnier in Sankt Wendel - Das MeléeEs wird der spektakuläre Höhepunkt eines jeden Turniertages sein. Alle Ritter werden in zwei Teams in einem Massenkampf gegeneinander antreten. Sie kämpfen mit Schwert und Kolben und versuchen die gegnerische Partei vom Turnierplatz zu treiben. Um bei diesem atemberaubenden Wettstreit im Sattel zu bleiben und um vielleicht gar den Tagessieg zu erringen, brauchen die Ritter all ihr kampf- und reittechnisches Können.

In dem geplanten zahlenmäßigen Umfang und in der zu erwartenden Qualität dürfte das in Sankt Wendel stattfindende Melée weltweit keine Entsprechung finden.

Über die im Tjost und im Melée vergebenen Leistungspunkte werden jeweils die Tagessieger und am Sonntag in der Addition der drei Turniertage der Gesamtsieger ermittelt. [zu den Reglen]

Zwischen den Turnierblöcken

Das große Turnier in Sankt Wendel - Zwischen den TurnierblöckenAuch die Zeit zwischen den einzelnen Wettbewerben dürfte den Zuschauern kaum langweilig werden. Diese wird gefüllt mit Musik und einem Soloauftritt der “Spandieratori e musici Contrada di Monticelli“, die als mehrfache italienische Meister die alte Kunst des Fahnenschwenkens virtuos beherrschen.

Daneben wird es eine Waffenpräsentation geben, bei der Akteure unterschiedlichste Geschütze und Handfeuerwaffen jener Zeit erklären und letztendlich abfeuern.

Das Lager

Lohnenswert dürfte auch der Besuch des zeitgenössischen Lagers sein. Dort lassen sich unterschiedliche Ausrüstungen, einzelne Akteure selbst und vielfaches für Turnier und Reise notwendiges Handwerk genauer in Augenschein nehmen. Mit ein wenig Glück lässt sich auch der eine oder andere ritterliche Star des Turnieres entdecken.